Hänsel und Gretel
Am Anfang standen ein paar Kinderlieder für ein Märchenspiel im häuslichen Wohnzimmer – bei der Uraufführung 1893 erlebte man ein abendfüllendes Werk auf großer Bühne: Engelbert Humperdincks »Hänsel und Gretel«. In Anspielung auf Wagners »Parsifal« nannte er schon die ersten vertonten Verse »Kinderstubenweihfestspiel«. Der scherzhafte Titel benennt die Kontraste, die das Werk so einzigartig machen: Ein Kinderabenteuer mit Wagner-Orchester, das von Balgereien in der Besenbinderstube bis zur Erlösungsgeste im grandiosen Chorfinale reicht. Das Märchen rührt an Abgründiges, ja Grauenhaftes: Armut und Hunger, Verstoßenwerden in die vollkommene Schutzlosigkeit, die Drohung des Gefressenwerdens. Die Freiburger Produktion der Regisseurin Thalia Schuster erzählt Humperdincks »Hänsel und Gretel« als Geschichte zwischen Realismus und Schauermärchen, zwischen naivem Wünschen und trotziger Selbstbehauptung des kindlichen Heldenpaares.
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| Wann |
23.11.2010 von 19:30 bis 22:00 |
| Wo | Stadttheater |
| Termin übernehmen |
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Von wegen Klimawandel.