Forschung für den Krieg?
Wissenschaftler müssen Veranstwortung übernehmen!
Vortrag und Diskussion mit:
Dr. Ing. Dietrich Schulze, Karlsruhe, ehemaliger
wissenschaftlicher Mitarbeiter des
Karlsruher Forschungszentrums und
Dr. phil. Peer Heinelt, Politikwissenschaflter und Journalist,
Frankfurt
In mehreren deutschen Universitäten und Hochschulen wird zurzeit heftig gestritten um die Einführung einer Zivilklausel in die Hochschulsatzung. Mit dieser Zivilklausel soll festgelegt werden, dass sich Lehre und Forschung ausschließlich an zivilen Aufgaben orientieren sollen. Eine Zusammenarbeit mit Rüstungsindustrie und Militär soll damit weitgehend unterbunden werden. Die genannten Auseinandersetzungen finden zurzeit statt z.B. an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt. Zivilklauseln gibt es an mehreren Universitäten, z.T. seit Jahrzehnten, so an der Technischen Universität Berlin, an den Universitäten Bremen, Oldenburg, Konstanz, neuerdings auch in Tübingen. Eine langjährige Zivilklausel gab es auch für das Forschungszentrum Karlsruhe. Durch die Fusion mit der Technischen Universität zum Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist hier der Streit um eine Zivilklausel neu entbrannt.
Die Freiburger Universität rühmt sich, im Rahmen einer „Exzellenzinitiative“ besonders gefördert zu werden. Grund ist eine verstärkte Zusammenarbeit mit den in Freiburg ansässigen Fraunhofer-Instituten wie z.B. dem Ernst Mach Institut für Kurzzeitdynamik, die innerhalb des Fraunhofer-Verbunds‚Verteidigungs- und Sicherheitsforschung’ unter anderem im Auftrag des Verteidigungsministeriums Rüstungsforschung betreiben.

Von wegen Klimawandel.