Kaninchen im Hut
Früher ging man in ein kleines Theater in einem Kellergewölbe oder auf einem Marktplatz, um sich Zauberstücke von einem fingerfertigen Künstler anzuschauen. Heute ziehen Zauberer keine Kaninchen mehr aus dem Hut - oftmals haben sie nicht einmal mehr einen langen Umhang an und manche verzichten sogar auf den Zauberstab. Hoch im Kurs stehen dafür Fernsehsendungen mit Entzauberungseffekt: Da werden die Tricks von Copperfield & Co verraten. Und auch youtube bietet den kleinen Zauberkasten für Anfänger. Wie lebt es sich als Zauberer in dieser Welt, in der kein Trick geheim zu bleiben scheint? Und kann gute Technik die Geschicklichkeit ersetzen? Wir finden es raus. Eine Sendung ist in Vorbereitung.
Einerseits werden Tricks verraten, im Internet und im Fernsehen. Der Zuschauer scheint ein hohes Interesse daran zu haben, die Geheimnisse der Illusionisten zu entdecken. Andererseits aber gibt es immer noch viele Zauberer, die mit immer neuen Kunststücken erneut die Frage aufwerfen: Wie macht der das? Aber wie schwer ist es, in der heutigen Zeit noch zu beeindrucken und einen Trick zu zeigen, den niemand schon von youtube kennt? Und wer lässt sich das überhaupt einfallen: Gibt es Firmen, die den Zauberkünstlern ihre Darbietungen maßgeschneidert liefern? Und wenn ich als Zauberer einen Trick von einem Kollegen verrate - verstoße ich dann einfach nur gegen eine ungeschriebene Moral oder muss ich tatsächlich Entschädigung zahlen?

Von wegen Klimawandel.